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Dabei sind nicht nur die Anzahl, bzw. Größe von Riechzellen, bzw.
Riechschleimhäute interessant (etwa Faktor 30 - 40), sondern vielmehr die
Verschaltung mit dem Gehirn. Davon abgesehen, dass der Hund im Gegensatz
zum Menschen (hier wurden keine exakten Angaben gefunden.
Literaturrecherchen ergaben immer wenige Prozente) etwa 1/7 seines Gehirns
für seinen Riechapparat benötigt, sind seine Riechnerven so verschaltet,
dass er in der Lage ist, dreidimensional zu riechen.
Bestes Suchwetter ist, wenn die Temperatur zwischen 10 und 20°C liegt, die
Luft feucht ist, der Himmel bedeckt und der Wind spürbar und stetig ist.
Gerüche schmecken
Anders als Menschen besitzen Hunde im oberen
Maulbereich ein Organ, mit dem sie Gerüche auch schmecken können. Das
sogenannte Vomeronasalorgan wird vorwiegend für Düfte benutzt, die mit dem
Sozial- und Sexualleben zu tun haben. Es transportiert die von ihm
aufgenommenen Informationen direkt an das limbische System, den Teil des
Gehirns, der für die emotionalen Reaktionen eines Hundes zuständig ist.
Manchmal können Sie Ihren Vierbeiner dabei beobachten, wenn er dieses Organ
benützt, z.B. wenn ein Duft ihn besonders erregt. Er klappert dann leicht
mit den Zähnen, macht Geräusche und oft läuft ihm eine Speichelspur aus dem
Maul, während er den Geruch gleichzeitig riecht und schmeckt.
Hunde
erkennen beim täglichen Spaziergang ihre Umwelt mit der Nase- sie lesen
quasi mit ihrer Nase Zeitung, also wer war heute schon hier. So sollte man
seinen Hund nicht gewaltsam wegziehen, wenn er gerade intensiv an einer
Stelle schnüffelt- er nimmt wichtige Informationen auf und bearbeitet sie.
Jedoch
empfinden Hunde andere Gerüche als angenehm als wir Menschen, so wird der
Aasgeruch vom Hund als sehr angenehm empfunden, wohingegen unsere Nase
protestiert.
Zudem
wurde durch Züchtungen der Geruchssinn bei einigen Hunden, z.B. bei den
Windhund, nicht weiterentwickelt, wohingegen sich das Sehvermögen ständig
verbesserte, da diese Hunde reine "Sichtjäger" sind und nur
jagen, was sich bewegt.
Der
Mensch nutzt diese besondere Fähigkeit des Hundes und setzt ihn als
Leichenspürhund, Drogenhund, Trüffelhund, Jagdhund und Sprengstoffhund ein.
2.
Das Gehör:
Das
Gehör des Hundes ist von Geburt an sehr gut ausgeprägt- Hunde hören etwa 15
Mal besser als wir Menschen. Der Mensch nimmt Geräusche von 16 bis 20.000
Schwingungen pro Sekunde (Hz) wahr, der Hund von 60 bis 80.000 Hz.
niederfrequente Töne sind dem Hund nicht zugänglich, dafür jedoch Geräusche
im Ultraschallbereich, die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind. Dies macht
sich z.B. eine Hundepfeife zu Nutze macht, die für den Menschen nicht
wahrnehmbar ist.
Zudem können Hunde ihr Gehör- ebenso wie ihren Geruchssinn- selektiv
einsetzten, d.h. sie blenden gewisse Geräusche einfach aus, andere wiederum
filtern sie heraus.
Fast jeder Hundebesitzer kennt die Situation, dass der Hund bei lauter
Radiomusik schläft und nichts wahr zu nehmen scheint- bewegt man jedoch den
Futternapf, so ist er hellwach.
Hunderassen
mit stehenden Ohren können diese leicht drehen, um die Geräusche noch
besser zu analysieren. Hunde mit Schlappohren dagegen sind den stehenden
Ohren leicht unterlegen und können nicht ganz so gut hören. Für die
Bewegung der Ohren sorgen 17 verschiedene Muskeln.
Obwohl
sich die Ohren der Hunde so stark in ihrem Äußeren unterscheiden, so sind
sie anatomisch gesehen doch vollkommen gleich. Dabei gleicht die Struktur
des Hundeohres der des menschlichen Ohres.
Hunde
kommunizieren über ihre Ohren und deren Stellung.
3.
Das Sehvermögen:
Anders
als beim Menschen stehen beim Hund die Augen erst an dritter Stelle und
sind denen des Menschen in ihrer Leistungsfähigkeit unterlegen. Das
Sehvermögen des Hundes auf kurze Distanz ist schlechter als beim Menschen.
Der Hund reagiert hauptsächlich auf Bewegungen und sieht diese auch in der
Ferne recht gut.
Die Sehschärfe beträgt von ca. 7 - 100 m (in größeren Entfernungen würde er
selbst sein stillstehendes Herrchen oder Frauchen nicht erkennen);
Bewegungen kann er jedoch bis ca. 1000 m gut ausmachen.
Stellt sich eine vertraute Person regungslos in einer gewissen Entfernung
hin, so weiß der Hund nicht recht, um wen es sich handelt. Bewegt sich nun
diese Person, so erkennt ein Hund anhand der Bewegungen sofort, dass es
sich um Herrchen/ Frauchen handelt.
In der Dämmerung sehen Hunde besser als am Tage, da ihr Blickfeld breiter
ist als das des Menschen und ihre Netzhaut das einfallende Licht
reflektiert.
Die Amerikanerin Dr. Dana Vaughan widerlegte in einer wissenschaftlichen
Arbeit, dass Hunde lediglich Schwarz- Weiß sehen können. Sie fand heraus,
dass die Farben "Blau", "Indigo", "Violett"
und "Rot" für den Hund gut sichtbar , hingegen die Farben
"Grün", "Gelb" und "Orange" für den Hund
nicht zu unterscheiden sind. Diese Farben kann der Hund aber gut von der
Farbe "Weiß" unterscheiden. Die Farbwahrnehmung des Hundes kann
somit mit der "Rot-Grün-Blindheit" (Deuteranopie) des Menschen
verglichen werden.
Meist
nimmt bei älteren Hunden die Sehkraft ab, was für einen Hund jedoch nicht
schlimm ist, das er sich mit seinen beiden hochentwickelten Sinnesorganen
Nase und Ohren bestens zurechtfindet.
4.
Der Geschmackssinn:
Der
Geschmackssinn des Hundes ist ebenfalls recht gut entwickelt.
Dabei unterscheidet sich der Geschmack des Hundes oft wesentlich von dem
menschlichen Geschmack- etwas, was jeder Hundehalter kennt, dessen Hund
sich auf Aas, Pansen oder Blättermagen stürzt. Andererseits verweigern
Hunde manchmal Geruch- und geschmacklos erscheinende Medikamente, die unter
das Futter gemischt werden. Sie lassen es einfach stehen.
Die
Hundezunge weist ca. 2000 Geschmacksrezeptoren auf, die auf süß, sauer,
salzig und bitter reagieren. Die Geschmacksknospen sitzen beim Hund auf dem
hinteren Teil der Zunge.
Fest steht, dass der Geschmackssinn des Hundes eng mit dem empfindlichen
Geruchssinn des Hundes zusammenarbeitet. Der Hund riecht erst an der
Nahrung und probiert sie dann. Er kann hierbei Geschmackseindrücke als
angenehm, indifferent oder unangenehm empfinden.
5.
Der Tastsinn:
Der
Hund hat mehrere Tastorgane. So dienen die Tasthaare an den Lefzen, die
Augenbrauen, die Ohren und die Beinaußenseiten als Orientierungshilfen im
Dunkeln oder an engen Stellen. Allerdings stellt er sich dabei längst nicht
so geschickt an wie eine Katze.
Bei
vielen Rassen sind die Tasthaare auch nur noch an den Lefzen und
Augenbrauen vorhanden. Mit der Zunge, dem Nasenschwamm, den Lefzen und mit
den Pfotenballen kann der Hund ebenfalls tasten. Er unterscheidet damit
Wärme und Kälte, Weiches und Hartes.
6.
Der "sechste" Sinn:
Viele
Hundehalter glauben an einen "sechsten" Sinn ihres Hundes- so
auch ich. Obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Beweise gibt, kommen
immer wieder Situationen vor, in denen man nicht anders kann als von einem
"sechsten" Sinn zu sprechen.
So werden viele Hunde etwa 10 Minuten, bevor ihr Halter zu Hause eintrifft
munter und warten auf ihn.
Zudem können Hunde schon die leichtesten Stimmungsschwankungen erkennen und
haben ein sehr gutes Gedächtnis.
Hunde spüren, dass etwas nicht stimmt oder das etwas passieren wird und
können uns so warnen. So werden Hunde auch in der Medizin immer häufiger
eingesetzte, als Hunde für Diabeteskranke,
Epilepsiekranke oder als Stöberhunde.
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